{"id":128,"date":"2009-04-22T09:57:34","date_gmt":"2009-04-22T08:57:34","guid":{"rendered":"http:\/\/china.eisenpixel.de\/?p=128"},"modified":"2009-04-22T09:57:34","modified_gmt":"2009-04-22T08:57:34","slug":"das-training","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/log.eisenpixel.de\/?p=128","title":{"rendered":"Das Training"},"content":{"rendered":"<p>So. Nachdem ich inzwischen etwas mehr \u00fcberblick habe, ist es Zeit nochmal etwas genauer auf das Training einzugehen.<\/p>\n<p>Die erste H\u00e4lfte des Trainings vor dem Fr\u00fchst\u00fcck besteht bei mir meistens aus Dehn\u00fcbungen und\/oder Laufen. Manchmal, so wie heute, kommt es aber auch vor dass einer der Meister auf die Idee kommt schonmal den Grundstein f\u00fcr die M\u00fcdigkeit am Abend zu legen.<br \/>\nDie zweite H\u00e4lfte dieses Trainings besteht dann aus dem schon einmal erw\u00e4hnten Qi Gong.<\/p>\n<p>Man kann sich das ungef\u00e4hr so vorstellen, dass man sich entspannt hinstellt, und dann eine Reihe von langsamen kreisf\u00f6rmigen Armbewegungen macht. Langsam bedeutet in diesem Fall etwa zwei Minuten pro Bewegung. Der offizielle Zweck dieser \u00dcbung ist das sammeln des ber\u00fcchtigten Chi. F\u00fcr mich pers\u00f6nlich ist das bis jetzt einfach eine Art Meditation mit Bewegung.<\/p>\n<p>In den drei n\u00e4chsten Trainingseinheiten findet dann das normale Training statt.<\/p>\n<p>Nach dem Jogging gibt es normalerweise einen kleinen Teil des schon einmal beschriebenen Konditionstrainings mit Sprinten, R\u00fcckw\u00e4rtslaufen und H\u00fcpfen. Die Aktionen wandeln sich dann jedoch, so dass mehr Koordination und Basistechniken als Ausdauer trainiert werden.Die Bandbreite der Komplexit\u00e4t reicht hier vom simplen Seitw\u00e4rtslaufen mit synchronisierter Oberk\u00f6rperdrehung, \u00fcber Kicks die in kleine Abl\u00e4ufe eingebettet sind, bis zu einigen Bewegungen, die wahrscheinlich mit dem eingesprungenen Grottenolm verwandt sind.<\/p>\n<p>Nach dieser Phase des Trainings gibt es dann verschiedene M\u00f6glichkeiten wie es weitergehen kann.<\/p>\n<p>Kampftraining. \u00dcben mit Pratzen, Sparring oder Ringen. Viel mehr gibt es dazu gar nicht zu sagen. Beim Ringen habe ich eines der beeindruckensten Ereignisse hier erlebt, als der Sanda Meister, der einen Kopf kleiner ist als ich und weniger als 60kg wiegt, den weder schw\u00e4chlichen noch unbegabten Kacey zu Boden geworfen hat, der seinerseits einen Kopf gr\u00f6\u00dfer ist als ich, und um die 100kg wiegen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Powerstretching. Eines von unangenehmsten Sachen die ich bis jetzt erlebt habe, undmeiner Meinung nach auch nicht immer gesund. Aber irgendwie hilft es tats\u00e4chlich. Es handelt sich dabei um Dehn\u00fcbungen mit Unterst\u00fctzung. Das bedeutet ein Kollege h\u00e4lt einen fest, w\u00e4hrend der andere einen in Positionen biegt die man niemals freiwillig einnehmen w\u00fcrde. Ok, eine Ausnahme ist ein Kerl namens Gorran, der sich selbst dehnen kann bis er anf\u00e4ngt zu schreien. Die Strategien im Umgang mit den Schmerzen sind unterschiedlich. Manche Leute schreien einfach, andere betteln, fluchen oder drohen. Ich pers\u00f6nlich bevorzuge es die Matte zu schlagen, was die anderen hier recht am\u00fcsant finden \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Two Lines. Das sind die Worte mit denen ein weiterer Trainingsmodus eingeleitet wird, derhaupts\u00e4chlich dadurch auszeichnet, dass die Sch\u00fcler in zwei Reihen mit etwas Abstand zueinander aufgestellt sind. An Ort und Stelle werden dann verschiedenste \u00dcbungen durchgef\u00fchrt. Liegest\u00fctze, Kniebeugen, Dehn\u00fcbungen, Halten von verschiedenen, auf Dauer anstrengenden Stellungen sowie Reaktionsspielchen mit dem schnellstm\u00f6glichen Einnehmen von bestimmten Positionen. Typischerweise droht dem Letzten dabei ein leichter Stockhieb zur Motivation \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Akrobatik auf der Matte. Im Grunde handelt es sich dabei um Bodenturnen. Es f\u00e4ngt an mit Rollen vorw\u00e4rts und r\u00fcckw\u00e4rts, Handstand mit Abrollen in beide Richtungen, Rad und so weiter. Dann gibt es noch ein paar mehr oder weniger eingedrehte Sprungkicks mit Landung im Liegen. Ich kann nat\u00fcrlich lange nicht alles. Gerade bin ich dabei den &#8220;Kickup&#8221; zu lernen. Haben sicher die Meisten schon einmal gesehen. Man rollt sich aus der R\u00fcckenlage leicht zur\u00fcck, st\u00f6sst sich dann neben dem Kopf mit den H\u00e4nden ab, und kommt dann idealerweise auf den F\u00fc\u00dfen zum stehen. Ich bin mal gespannt ob es mir gelingt das in der verbleibenden Zeit noch zu lernen.<\/p>\n<p>Schliesslich noch das Erlernen oder \u00dcben von Formen. Es handelt sich dabei um feste Bewegungsabl\u00e4ufe, in denen verschiedene Stellungen und Techniken aneinandergereiht werden. Hier zeigt sich mal wieder, dass ich wahrlich kein Naturtalent in Sachen Bewegung bin. Es wird wohl noch eine Weile Dauern bis ich mich an die Bewegungsmuster hier gew\u00f6hnt habe, die doch sehr verschieden von allem sind, was ich bis jetzt gemacht habe. Das ist aber auch das f\u00fcr mich Interessante daran, das mir Spass macht. K\u00f6nnen und Nichtk\u00f6nnen ist sowieso eine relative Sache hier. Auch der beste Sch\u00fcler unserer Gruppe, der die ganzen Bewegungen in beeindruckender Qualit\u00e4t beherrscht, und nicht umsonst den Spitznamen &#8220;Papa Shaolin&#8221; tr\u00e4gt, sieht im Vergleich zum Meister selbst dann doch recht blass aus.<\/p>\n<p>Im letzten Training des Tages steht es dann in unserer Gruppe jedem frei was er trainieren m\u00f6chte. Ich nutze dies meistens um meine Waffenform mit dem Stab zu \u00fcben.<\/p>\n<p>Soviel f\u00fcr heute.Viele Gr\u00fc\u00dfe,<br \/>\nJohannes<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So. Nachdem ich inzwischen etwas mehr \u00fcberblick habe, ist es Zeit nochmal etwas genauer auf das Training einzugehen. Die erste H\u00e4lfte des Trainings vor dem Fr\u00fchst\u00fcck besteht bei mir meistens aus Dehn\u00fcbungen und\/oder Laufen. 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