Archive of ‘Allgemein’ category

Anders als daheim

Ich habe ja das Gefühl dass ich schon ganz schön abgestumpft bin was Unterschiede zwischen China und Deutschland angeht. Wo mir 2009 noch die Kinnlade runtergeklappt ist, verschwende ich inzwischen teilweise keinen zweiten Blick mehr.

Hier mal ein paar Dinge die mir trotzdem noch Aufgefallen sind:

Geschirr im Restaurant kommt öfter mal eingeschweisst. Das Geschirr wird zum Waschen an eine externe Firma gegeben und kommt dann so zum Restaurant zurück.

Geschirr im Restaurant kommt öfter mal eingeschweisst. Das Geschirr wird zum Waschen an eine externe Firma gegeben und kommt dann so zum Restaurant zurück.

Bauch zeigen ist im Sommer die erste Maßname gegen die Hitze

Bauch zeigen ist im Sommer die erste Maßname gegen die Hitze

Damit das Shirt von alleine oben bleibt ist natürlich eine entsprechende Körperform nützlich

Damit das Shirt von alleine oben bleibt ist natürlich eine entsprechende Körperform nützlich

Eins der wichtigsten Verkaufsargumente für Schuhe ist die Biegsamkeit. Wird auch gerne von Verkäufern live demonstriert

Eins der wichtigsten Verkaufsargumente für Schuhe ist die Biegsamkeit. Wird auch gerne von Verkäufern live demonstriert

Es gibt mehrere Kopien von Lego.

Es gibt mehrere Kopien von Lego.

Die meisten sind ein wenig militaristisch angehaucht

Die meisten sind ein wenig militaristisch angehaucht

Es wird gerne frittiert

Es wird gerne frittiert

was macht ein Rentner mit Steinschleuder im Park? Er schiesst die schwer erreichbaren Früchte vom Baum

was macht ein Rentner mit Steinschleuder im Park? Er schiesst die schwer erreichbaren Früchte vom Baum

Toilettenpapier gibt es auch 16:9

Toilettenpapier gibt es auch 16:9

Nummern können nicht oft genug die Ziffer 8 enthalten. Deswegen wurde diese Zimmernummer für die dritte Etage etwas erweitert.

Nummern können nicht oft genug die Ziffer 8 enthalten. Deswegen wurde diese Zimmernummer für die dritte Etage etwas erweitert.

Rote Zahlen sind in China etwas positives. Hier im Fernsehen stehen sie für die steigenden Aktienkurse

Rote Zahlen sind in China etwas positives. Hier im Fernsehen stehen sie für die steigenden Aktienkurse

Im Bild nicht direkt zu sehen, aber Kehrmaschinen beschallen die Straße mit beruhigender Musik

Im Bild nicht direkt zu sehen, aber Kehrmaschinen beschallen die Straße mit beruhigender Musik

Endeckung am Bankschalter, an dem ein direktes Foto leider nicht möglich war: Manche Mitarbeiter setzen solche  Rechenschieber ein.

Endeckung am Bankschalter, an dem ein direktes Foto leider nicht möglich war: Manche Mitarbeiter setzen solche Rechenschieber ein.

Eine schnelle Hochzeitsfeier

...

Hallo zusammen,

wir sind jetzt verheiratet. Am 5. Oktober hatten wir hier in Luoyang eine Hochzeitsfeier mit Beibeis Familie und den Leuten die so dazugehören.
Die Feier ging überraschend schnell: Um 11 Uhr kommen die Leute zum Restaurant, geben ihr Geld im roten Umschlag beim Buchhalter ab. Wir als Brautpaar stoßen mit jedem Tisch einmal an. Die Leute essen und fahren danach nach Hause. Um 14 Uhr ist schon alles vorbei.

Den Papierkram beim Standesamt und eine weitere Feier gibt es dann bei Gelegenheit übrigens in Deutschland 🙂

Beste Grüße,
Beibei und Johannes

Hong Kong

Mal als kleine Statusmeldung:
Nach einer Nacht am Flughafen in Bangkok sind wir gestern Vormittag in Hong Kong angekommen. Es gibt hier momentan anhaltende Proteste wegen der Modalitäten der Anstehenden Wahlen. Ich denke auch in den deutschen Medien wird ein wenig darüber berichtet.
Mal sehen wie es weitergeht.

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Regenzeit

In den letzten Tagen haben wir uns ja schon manchmal gefragt was jetzt eigentlich das besondere an der Regenzeit hier in Thailand ist. Das Wetter ist für deutsche Verhältnisse und zumindest meinen Geschmack hervorragend. Es ist manchmal sonnig, manchmal bewölkt, aber nie unter 30 Grad und alle 3 Tage regnet es abends mal eine Weile. Warum also genau läuft die Zeit jetzt im Moment als Nebensaison, mit wenig Touristen und niedrigeren Preisen?
Die Antwort haben wir gestern abend herausgefunden. Hier ein kleines Video von unserem Ausflug in die Stadt:

Ankunft in Bangkok

Am vierten September bin ich in Thailand angekommen, alleine. Beibei ist noch in China geblieben und kommt morgen nach. Die letzten Tage waren von fummeliger Reiseorganisation geprägt, die erstmal vier gebuchte Flüge als Ergebnis hat.
Grundproblem ist, das für uns beide immer unterschiedliche Bedingungen gelten. Ich musste bis zum 6. aus China raus, aber erst am 7. September geht aber der günstigste Flug. Beibei bekommt nur 15 Tage Visum in Thailand und ich 30 und Beibei kann auf dem Landweg von Kambodscha aus nicht mehr nach Thailand zurückreisen.

Bei der ganzen Bucherei ist mir mal wieder aufgefallen wie eigenständig das chinesische Internet ist. Gängige Kreditkarten mögen noch ausreichen um in China am Bankautomaten Geld abzuheben, aber wenn es darum geht online zu bezahlen, dann kann man nur noch sehr wenig damit anfangen.

In Bangkok selbst habe ich am ersten Tag gleichmal den dusseligen Touristen gegeben. Aber heute ging es dann schon besser nachdem ich Tasche und Rucksack im Hotel gelassen, den Stadtplan nur noch im Geheimen ausgepackt und mich zielstrebigen Schrittes auf meiner vorgeplanten Route bewegt habe 😉

Ich habe noch nicht viel gesehen, aber vor allem ist mir aufgefallen, dass Thailand (am Beispiel von Bangkok) und China sich sehr stark unterscheiden. Viel stärker als ich es erwartet hätte zumindest.
Am offensichtlichsten ist erstmal, dass hier fast jeder Englisch spricht, was es erst einmal sehr viel einfacher macht zurechtzukommen. Dadurch sind viel viel mehr Ausländer als Touristen hier unterwegs, und die Einheimischen sind entsprechend darauf spezialisiert ihren Nutzen daraus zu ziehen.
Auch der Straßenverkehr ist sehr unterschiedlich. In China ensteht der Lärm vor allem durch das Hupen, der Verkehr fließt sehr langsam, und 90 Prozent aller Zweiräder sind elektrisch.
Hier in Bangkok dominiert der Motorenlärm und es wird deutlich schneller gefahren. Es ist undenkbar hier einfach wie in China in den Verkehr einer größeren Straße zu laufen solange die Ampel nicht auf Grün steht. Elektrofahrzeuge gibt es keine, dafür sind Pickup Trucks sehr beliebt.
Dann gibt sehr viele freilaufende Hunde und Katzen. Nicht überall und ständig, aber schon auffallend.
Bahngleise sind hier wie es aussieht normaler Lebensraum, wo man auch mal eine Couch platzieren kann. In China sind das dagegen eher mit Stacheldraht abgeriegelte Sicherheitszonen.

So. später mehr. Bis denn.

Beihai

Die Zeit drängt, unter anderem weil die erste Hälfte meines Visums bis maximal 6. September gilt.

Deswegen haben wir Guilin schon wieder verlassen und befinden uns jetzt in der aufstrebenden Stadt Beihai. Leider haben wir uns kurzfristig gegen 4 Stunden Stehplatz im Zug entschieden und sind mit dem Bus gefahren. Dies war dann aber mit sehr viel Warterei verbunden so dass wir im Endeffekt erst nach 14 Stunden am Ziel waren.

Übrigens. “Bei” wie in Beijing oder eben Beihai bedeutet Norden
Hai, wie auch in Shanghai bedeutet Meer.
Beihai bedeutet folglich “Nordmeer”. Aber seht selbst:

Beihai liegt ganz im Süden von China am Meer

Beihai liegt ganz im Süden von China am Meer

Am Strand gibt es unzählige Löcher im Sand

Am Strand gibt es unzählige Löcher im Sand

Wenn man genau hinschaut, dann sieht man das diese kleinen Krebse in diesen Löchern wohnen

Wenn man genau hinschaut, dann sieht man das diese kleinen Krebse in diesen Löchern wohnen

Wir werden endlich unsere letzten Geschenke an Beibeis Mutter und Schwester los

Wir werden endlich unsere letzten Geschenke an Beibeis Mutter und Schwester los

Auch am Essen zeigt sich die Nähe zum Meer

Auch am Essen zeigt sich die Nähe zum Meer

Ich nehme das erste mal mit einem Fahrzeug am chinesischen Straßenverkehr teil. Es bleibt nur kurz so übersichtlich wie hier

Ich nehme das erste mal mit einem Fahrzeug am chinesischen Straßenverkehr teil. Es bleibt nur kurz so übersichtlich wie hier

Später ist das Verkehrsaufkommen dann eher so

Später ist das Verkehrsaufkommen dann eher so

Die Altstadt

Die Altstadt

Dieses Gebäude soll so etwas wie das Wahrzeichen von Beihai werden.

Dieses Gebäude soll so etwas wie das Wahrzeichen von Beihai werden.

An diesem Strand gibt es auch eine freilaufende Rinderherde

An diesem Strand gibt es auch eine freilaufende Rinderherde

Beste Grüße, und bitte keine Zurückhaltung bei den Kommentaren, Beibei freut sich immer darüber.

Xiamen

Wir haben mal wieder ein Stück weg zurückgelegt, und sind im Moment in der Stadt Xiamen, wo wir eine Freundin von Beibei getroffen haben. Das Tracking hat im Schnellzug leider nicht funktioniert, deswegen habe ich die Route hierher mal von Hand nachgestellt:

So lange es noch hell war sah es ungefähr so aus wenn man aus dem Fenster geschaut hat:

P1130598

manchmal auch so:P1130606Angekommen sind wir in der Nacht, am nächsten Tag haben wir mal eine kleine Insel in der Nähe der Stadt erkundet. Die Insel ist nur mit dem Boot zu erreichen. Im Hintergrund sieht man die Innenstadt von Xiamen, das Dorf im Vordergrund stammt aus der Kolonialzeit.P1130745Die Architektur hat deswegen einen stark europäischen Einschlag. In den Gassen sieht es dann ungefähr so aus:P1130769P1130781

Das wars auf die schnelle. Bald reisen wir weiter, diesmal mit dem Flugzeug, weil alle Züge schon ausgebucht waren.

Beste Grüße, Johannes

 

 

 

Details

Hallo zusammen,

mir fehlt ja ein bisschen die Außensicht auf diesen Blog, aber ich habe das Gefühl, dass das vermittelte Bild noch nicht ganz vollständig ist, bzw. dass durch die Schwerpunkte der Einträge auf die Ausflüge eine gewisse Verzerrung stattfindet, und alles ein bisschen normaler wirkt als ich das hier erlebe.

Deswegen hier einfach mal ein drei zusätzliche Details:

Gleich am ersten Tag haben wir die Ruhestätte der Vorfahren besucht. Unter einem Maisfeld irgendwo außerhalb der Stadt liegen mindestens 4 Generationen von Großeltern und deren Vorfahren. Es wurde eine Kette von Böllern abgefeuert, dann zwei Bündel Räucherstäbchen angezündet, ein Paket Fantasiegeld verbrannt und drei Verbeugungen durchgeführt.

Ein paar Tage später fuhren wir zu einem Krematorium um eine dieses Jahr verstorbene Tante zu besuchen. Die Urnen werden dort in Schliessfächern aufbewahrt und man kann sie in den Hof tragen wo es spezielle Schreine gibt die ein wenig an einen Thron erinnern. Man setzt die Urne darauf ab und schreibt mit Kreide den Namen an die “Rücklehne”. Im Fußbereich gibt es eine Vertiefung als Feuerstelle. Dort wurde diesesmal nicht nur Geld verbrannt, sondern auch diverse Gegenstände aus Papier, die dem Verstorbenen im Jenseits zugute kommen sollen z.B Winterjacken, Autos, Schmuck und natürlich wieder Bündel von Fantasiegeld.

Die Städte wachsen in China wohl schon extrem. Beibei erkennt hier kaum etwas wieder, weil in ihrer Abwesenheit so viele Hochhäuser neu gebaut wurden.
Wenn eine Fläche als Neubaugebiet ausgewählt wird, dann bekommen die ursprünglichen Besitzer Entschädigungen die davon abhängen was genau auf der Fläche vorhanden ist. Um die Ausbeute bei den Entschädigungen zu steigern werden z.b im Vorfeld Bäume gepflanzt. Im Abstand von 30 cm, weil jeder Baum eine bestimmte Summe einbringt. Oder es werden zusätzliche Stockwerke auf bestehende Häuser aufgesetzt. In schlechter Qualität, aber auch hier wird dann jedes Stockwerk angerechnet wenn die alten Gebäude irgendwann platt gemacht werden.
Die ehemalige Wohnung von Beibeis Eltern liegt z.B in einem Gebiet das aktuell neu bebaut wird. Wenn die Neubauten fertig gestellt sind, dann bekommen sie auch eine der neuen Wohnungen, so lange lebt Beibeis Vater aber zum Beispiel im Kindergarten der bis vor kurzem von Beibeis Mutter betrieben wurde. Hier essen wir z.B noch etwas zu Abend in diesem Kindergarten.

Oft gehen wir mit den Leuten die wir Besuchen auch ins Restaurant zum Essen. Manchmal haben wir dann auch versucht die Rechnung zu begleichen, vor allem wenn der Gastgeber schon zuvor Geld für uns ausgegeben hatte. Wenn man es aber überhaupt schafft früh genug die Bezahlung zu versuchen und die Rechnung nicht sowieso schon beglichen ist, dann kommt es tatsächlich zu Handgreiflichkeiten, wo versucht wird das eigene Geld an dem Kassierer zu geben gleichzeitig die andere Partei mit Körpereinsatz genau daran zu hindern.
Die etwas ausgefeiltere Variante ist dann Erpressung: Ich bleibe hier so lange stehen bis du mein Geld annimmst. Willst du wirklich dass ich zu spät zur Arbet komme?

Beste Grüße und bis bald, Johannes

Verwandtenbesuche

Hallo zusammen,

die letzten Tage waren ziemlich turbulent und deswegen ist auch etwas Zeit seit dem letzten Eintrag hier vergangen.

Wir sind noch in Luoyang, Beibeis Heimatstadt. Bejing war irgendwie einigermaßen international. Das heisst in einer Woche habe ich dort ca andere 20 Ausländer gesehen. Hier in Luoyang bis jetzt keinen einzigen.

Inzwischen haben wir die meisten ihrer Verwandten besucht. Hier mal ein Diagramm, das ich zum besseren Überblick für mich selbst erstellt hatte:

stammbaumBeibei ist rot markiert. Alle die Grün markiert sind habe ich inzwischen persönlich kennengelernt. Im Prinzip fehlen jetzt noch Beibeis Mutter und Schwester, die sich aber in Südchina aufhalten und nicht hier.

Durch die Besuche waren wir ziemlich viel in der Stadt und im Straßenverkehr unterwegs. Der Luftqualität ist besser als ich erwartet hatte, und stört mich nicht besonders. Als unerträglich hat sich für mich allerdings der Lärm herausgestellt. Man läuft oft auf der Straße bzw. auf der Zweiradspur weil die Gehwege zugeparkt oder zugestellt sind. Dadurch wird man als Fußgänger ständig angehupt. Zweitens reden manche Chinesen einfach unglaublich laut.

Diese Ohrenstöpsel sind deswegen zu meinen besten Freunden geworden, die ich inzwischen sofort anlege wenn es auf die Straße geht.

Die meisten Leute die wir besucht haben wohnen in großen Wohnblocks. Die Wohnungen sind im groben alle ähnlich aufgebaut: Ein zentrales Wohnzimmer, in dem man direkt drinsteht wenn man durch die Wohnungstür kommt. Direkt hinter der Tür gibt es eine Matte auf der man die Schuhe wechselt. von diesem Wohnzimmer aus erreicht man dann Küche, Bad und ein bis drei Schlafzimmer. Standardausstattung für das Wohnzimmer sind Couch, Tisch, Fernseher, Klimaanlage in Kühlschrankgröße und ein Esstisch in einer anderen Ecke. Gekocht wird oft mit Gas. Die Badezimmerausstattung ist meistens spärlich. Geld wird wohl lieber in Autos als in ordentliche Wasserhähne investiert. Im folgenden ein paar Fotos von der Wohnung einer Cousine in der wir die ersten Tage in Beijing verbracht haben. Die Immobilienpreise sind übrigens im groben ganz ähnlich wie in Deutschland.

P1120238 P1120248 P1120247 P1120245

So, das wars erstmal wieder, ich hoffe ich komme bald dazu noch Fotos von den letzten Ausflügen und zum Essen zu posten.

Beste Grüße, Johannes

Bald gehts los

Hier mal die groben Eckdaten für die anstehende Reise in den nächsten Monaten:

Abflug 7. August 2014 über Moskau nach Beijing. Rückflug nach Deutschland am 23. Oktober auf dem gleichen Weg wieder von Beijing aus mit Zwischenstop in Moskau.

Dazwischen geht die Reise übers Land von Beijing nach Hongkong, von dort aus Anfang September mit dem Flugzeug nach Thailand. Anfang Oktober dann wieder ein Flug zurück nach China, und zwar zur Stadt Chengdu, von dort aus dann auf dem Landweg zurück nach Beijing. Zusätzlich zu den Flügen werden wir voraussichtlich nochmal ca. 10000 km zurücklegen, das meiste davon mit dem Zug.

Die Route sieht ganz grob so aus:

01-coarse-route

1 8 9 10