





part IV: south korea and china






Am Anfang macht man sich ja keine Gedanken, und das sind einfach irgendwelche unverständlichen Schriftzeichen, aber bei genauerer Betrachtung ist das eigentlich eine ziemlich nette Sache.
Im Folgenden mal ein ganz grober Überblick, der eventuell Ungenauigkeiten enthält:
Und zwar sind die Zeichen aus Buchstaben zusammengesetzt, die pro Silbe zu einem ungefähr quadratischen Block zusammengesetzt werden.
Mal ein Beispiel:

Ein recht beliebter koreanischer König hat sich diese Schrift vor ca 500 Jahren ausgedacht. Lange Zeit hat das dann parallel zu den traditionell verwendeten chinesischen Schriftzeichen existiert, und erst in den letzten hundert Jahren wurde diese koreanische Schrift dann nach mehreren Anläufen quasi offiziell.
Damit hat Korea heutzutage verglichen mit China und Japan heute die am einfachsten zu erlernende Schrift.
Traditionelle Inschriften an Bauwerken, historische Schriftstücke etc. sind aber in chinesischen Zeichen geschrieben, und zumindest ältere Leute haben eine Auswahl von chinesischen Zeichen in der Schule gelernt.




Bei der Navigation siehts bisschen besser aus, aber nicht immer. Grundsätzlich ist es so, dass google maps aus gesetzlichen Gründen nur eingeschränkt funktioniert. Man kann sich z.B keine Routen zum Laufen anzeigen lassen und bekommt auch nichts brauchbares zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Alternativ verwende ich ja gerne eine Open street map basierte Offline Karte, die aber wiederum hier draußen auf dem Land nur die wichtigsten Autostraßen anzeigt, aber keinerlei Fußwege. Das macht so manchen Spaziergang gleich mal eine Ecke spannender. Eigentlich also ganz nett 🙂












… wenn der Kellner, eine Minute nachdem man mittels Zeichensprache ausgeführt hat, dass man gerne den Kassenzettel ausgedruckt hätte sagt: “Ach, ihr sprecht ja deutsch. Ich bin in Frankfurt aufgewachsen.”








Korea ist ja zur Abwechslung mal ein Land, in dem weder ich noch Beibei die Schriftzeichen lesen können. Dinge des täglichen Lebens sind können deswegen manchmal etwas herausfordernd sein. Manches klappt dann mit Hilfe und manches ohne. Heute waren wir spaßeshalber mal im Waschsalon, haben bei der Post mit hilfe eines äußerst geduldigen und hilfsbereiten Mitarbeiters ein Paket nach China verschickt und haben das ausgefeilte Bussystem probiert.











Gut: Niemand hat bezweifelt, dass Beibei ohne Visum nach Korea einreisen darf.
Amüsant: Der Zollbeamte am Frankfurter Flughafen sieht keine Ähnlichkeit zwischen mir und meinem Passfoto und stellt deswegen Zusatzfragen.
Etwas nervenaufreibend: Weder in Deutschland, noch in der Mongolei war das System dazu zu bringen eine Boardkarte für Beibei für den zweiten Teil unserer Flugstrecke auszudrucken. Was zu Beginn vom Personal noch als einfache Sache abgetan wurde, spitzte sich dann etwas zu, als alle anderen Passagiere schon im Fluzeug saßen, und das System maximal dazu zu bewegen war ein komplett leeres Stück Papier auszudrucken. 15 Minuten nachdem das Flugzeug eigentlich hätte starten sollen, wurde das Dokument dann handschriftlich angefertigt.

