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Aller Anfang ist schwer

Die ersten drei Tage Training sind schon fast überstanden. Hier erstmal der Stundenplan von Montag bis Freitag:

5.15 Alarm
5.30 – 6.30 Training
6.30 Frühstück
8.30 – 10.00 Training
10.30 – 11.30 Training
11.30 Mittagessen
13.30 – 15.00 Training
17.00 Abendessen
18.00 – 19.00 Training

Das Training ist nicht ganz unanstrengend. Wenn keine Essenszeit ist, liege ich in den freien Zeiten auf dem Bett und Ruhe mich aus. Das sind immerhin 16 Stunden Bettruhe am Tag 😉 Mein Ziel ist momentan mal bis Freitag durchzuhalten, ohne aussetzen zu müssen. Gestern abend hatte ich den stärksten Muskelkater meines Lebens, seit heute morgen ist es schon wieder besser, aber ich muss mich immer noch mit den Händen auf dem Tisch abstützen um von einem Stuhl aufzustehen. Während dem Training, wenn ich aufgewärmt bin, spüre ich das aber zum Glück nicht so sehr.

Das Training teilweise anders als ich mir das vorgestellt hatte. Es gibt recht viel freie Zeit, wo man an sich tun und lassen kann was man möchte. Die Leute hier nutzen das wie überall unterschiedlich, einige faulenzen, andere trainieren wie die Bekloppten. Es wird ausserdem eine ganze Menge herumgealbert, und unser Meister ist meistens der erste der bei irgendwelchen Blödeleien dabei ist.
Von daher hatte ich auch schon bisschen was zu lachen die letzten Tage.
Eine gewisse Grunddisziplin ist natürlich dennoch vorhanden. Wenn angesagte Übungen gemacht werden, sind diese anstrengend und auch verpflichtend. Es besteht auch eine allgemeine Anwesenheitsplicht, egal ob man in der Trainingszeit dann herumgammelt oder trainiert. Gestern morgen gab es schonmal Stockhiebe für einen verspäteten Schüler der in Pantoffeln zum Training erschienen ist.

Bevor sich jetzt jemand Sorgen macht 😉 Bis jetzt gefällt es mir hervorragend. Mehr demnächst.

Johannes

Angekommen

So. Nachdem ich insgesamt etwa 30 Stunden unterwegs war, bin ich gestern abend wohlbehalten hier angekommen. Die Anreise verlief erstaunlicherweise genau wie geplant und voellig ohne Zwischenfaelle.

Auf der Fahrt vom Flughafen zur Academy war ich zuerst fast ein wenig enttaeuscht, da bis auf die andere Schrift alles viel Aehnlicher zu Deutschland war als ich es erwartet hatte. Viel mehr als die Strasse habe ich zu diesem Zeitpunkt aber auch nicht gesehen, weil es ja dunkel war. Diese wandelte sich dann aber im Lauf der Fahrt von einer normalen Autobahn zu einer Eisbedeckten Piste, und als wir dann am Ziel waren, hatte ich dann auch wirklich das Gefuehl in China zu sein.

Es gab dann noch etwas zu essen, klassischerweise Reis und Fleisch, so dass ich gleich noch meine neulich erst erworbenen Fertigkeiten im Umgang mit Staebchen nutzen konnte 😉

Nach kurzer Bekanntschaft mit zwei Mitschuelern ging es dann auch schon ins Bett, da das Fruehstueck heute morgen um halb sieben angesetzt war. Mit dem Training geht es aber erst morgen los, den heutigen Tag werde ich noch nutzen um mich etwas umzuschauen.

Mein Zimmer ist recht karg, aber ich bin zufrieden damit 🙂 Es ist schoen gross, beheizt und ich habe eine Matratze auf meiner Pritsche.

Das Internet ist uebrigens recht langsam. Wahrscheinlich langsamer als bei uns zu Modem Zeiten. Mit Fotos koennte es also vielleicht schwierig werden.

Das wars fuers erste. Viele Gruesse,
Johannes

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