Genauer als der Text auf dieser Tafel könnte ich unser heutiges Auflugsziel auch nicht beschreiben.22
Alles ist komplett touristisch erschlossen. Hier stehen wir gerade vor dem Museum, wo die geologischen Hintergründe dargestellt werden.
part V: China (wie immer) und Japan
Genauer als der Text auf dieser Tafel könnte ich unser heutiges Auflugsziel auch nicht beschreiben.22
Alles ist komplett touristisch erschlossen. Hier stehen wir gerade vor dem Museum, wo die geologischen Hintergründe dargestellt werden.
Mal ein Beitrag für eher technisch Interessierte 🙂
Seit 2009 wurde die Great Firewall deutlich ausgebaut wie es aussieht.
Es wird definitiv mehr geblockt. Während ich diesen Text hier schreibe, ist google.com z.B nicht zu erreichen, und mein VPN Client schafft es auch nicht eine Verbindung aufzubauen. Das ging im Jahr 2009 bei mir immer problemlos.
Gleichzeitig ist es so, dass nicht alles hart blockiert wird sondern mal so mal so. Manchmal bekomme ich eine VPN Verbindung, manchmal nicht. Oder das VPN geht eine Weile und verliert dann irgendwann die Verbindung. Wer mich in letzter Zeit bei Facebook gesehen hat, hat es ja vielleicht gemerkt. Facebook geht nämlich nicht ohne VPN. Man weiss aber oft nicht obs an der Firewall oder doch eher an der allgemeinen Netzqualität bzw an der Verbindung des chinesichen Netzes ins Ausland liegt. Insgesamt jedenfalls recht nervig. Und im Moment sehe ich mich nur eingeschränkt in der Lage von hier aus zu arbeiten. Das hätte ich nicht so erwartet…
Mal noch ein paar Zitate aus dem Internet zum Thema, die eine Idee davon geben wie das im Hintergrund so laufen könnte:
“Die Verbindung zu Google ist auffaelig zufaellig mit einem Connection Reset gestoert und Google Docs und natuerlich Google+ sind idR nicht zu erreichen oder nicht verlaesslich.”
“Es ist richtig google.de funktioniert meist kurzzeitig, aber bereits wenn man mehrere Links anklickt kommt es oft zur Sperre, da die Links die man anklickt erst einmal wieder ueber google geleitet werden bevor sie auf die Zieladresse zeigen.”
Dann kommt auch noch hinzu das in China in den so genannten und ausgewiesenen Sonderwirtschaftszonen
am allerwenigsten mit Störungen zu rechnen ist, aber wo militärische Sperrgebiete oder technische Einrichtungen in der Nähe sind wird es auf jeden Fall nicht leicht sein aus einem Hotel eine VPN Verbindung aufzubauen.
Beste Grüße, Johannes
Hallo zusammen,
die letzten Tage waren ziemlich turbulent und deswegen ist auch etwas Zeit seit dem letzten Eintrag hier vergangen.
Wir sind noch in Luoyang, Beibeis Heimatstadt. Bejing war irgendwie einigermaßen international. Das heisst in einer Woche habe ich dort ca andere 20 Ausländer gesehen. Hier in Luoyang bis jetzt keinen einzigen.
Inzwischen haben wir die meisten ihrer Verwandten besucht. Hier mal ein Diagramm, das ich zum besseren Überblick für mich selbst erstellt hatte:
Beibei ist rot markiert. Alle die Grün markiert sind habe ich inzwischen persönlich kennengelernt. Im Prinzip fehlen jetzt noch Beibeis Mutter und Schwester, die sich aber in Südchina aufhalten und nicht hier.
Durch die Besuche waren wir ziemlich viel in der Stadt und im Straßenverkehr unterwegs. Der Luftqualität ist besser als ich erwartet hatte, und stört mich nicht besonders. Als unerträglich hat sich für mich allerdings der Lärm herausgestellt. Man läuft oft auf der Straße bzw. auf der Zweiradspur weil die Gehwege zugeparkt oder zugestellt sind. Dadurch wird man als Fußgänger ständig angehupt. Zweitens reden manche Chinesen einfach unglaublich laut.

Diese Ohrenstöpsel sind deswegen zu meinen besten Freunden geworden, die ich inzwischen sofort anlege wenn es auf die Straße geht.
Die meisten Leute die wir besucht haben wohnen in großen Wohnblocks. Die Wohnungen sind im groben alle ähnlich aufgebaut: Ein zentrales Wohnzimmer, in dem man direkt drinsteht wenn man durch die Wohnungstür kommt. Direkt hinter der Tür gibt es eine Matte auf der man die Schuhe wechselt. von diesem Wohnzimmer aus erreicht man dann Küche, Bad und ein bis drei Schlafzimmer. Standardausstattung für das Wohnzimmer sind Couch, Tisch, Fernseher, Klimaanlage in Kühlschrankgröße und ein Esstisch in einer anderen Ecke. Gekocht wird oft mit Gas. Die Badezimmerausstattung ist meistens spärlich. Geld wird wohl lieber in Autos als in ordentliche Wasserhähne investiert. Im folgenden ein paar Fotos von der Wohnung einer Cousine in der wir die ersten Tage in Beijing verbracht haben. Die Immobilienpreise sind übrigens im groben ganz ähnlich wie in Deutschland.
So, das wars erstmal wieder, ich hoffe ich komme bald dazu noch Fotos von den letzten Ausflügen und zum Essen zu posten.
Beste Grüße, Johannes
Letzte Nacht haben wir Beijing verlassen und sind mit dem Zug in das etwa 850km entfernte Luoyang gefahren. Das ist die Heimatstadt von Beibei und wir werden hier ein paar Tage bleiben.
Die ersten Verwandten habe ich auch schon kennengelernt und natürlich spricht niemand Englisch oder Deutsch. Meine wichtigsten Sätze sind deswegen momentan “wo bu zhe dao – ich weiss nicht”, “wo bu ming bai – ich verstehe nicht” und “zhe dun fan hao che – dieses Essen schmeckt gut”.
Hier unsere Route, größtenteils mit dem Zug:
und hier noch ein paar Impressionen aus dem Schlafwagen:
mehr hoffentlich demnächst. Bei mir ist jetzt höchste Zeit fürs Bett.
Beste Grüße, Johannes
Unsere zweite größere Tour führt uns zur chinesischen Mauer. Es gibt mehrere Abschnitte die man besichtigen kann. Eigentlich wollten wir zu Simatai, aber wegen Bauarbeiten sind wir jetzt gleich hier bei Mutianyu.
Die ersten Schritte auf der Mauer sind getan. Es ist Mittagszeit und viele andere Touristen waren schon wieder auf dem Nachhauseweg.
… und machen uns in nordöstlicher Richtung auf um den (lokal betrachtet) höchsten Punkt zu erreichen.
Die Mauer verläuft nicht komplett linear, sondern verzweigt sich auch mal, so wie hinten im Foto zu erkennen. Wir laufen jetzt in entgegengesetzer Richtung und versuchen den Turm ganz links oben im Bild zu erreichen.
Das hier ist der Orginalzustand. Es wurde also in dem Stück davor ganz schön viel wieder neu aufgebaut.
Unser Ziel ist erreicht und es ist auch Zeit für den Rückweg. Hinter diesem Turm wäre dann auch etwas mehr Klettereinsatz gefragt um weiterzukommen. Aber wer weiss, vielleicht kommen wir eines Tages ja nochmal hierher zurück 🙂
zum Abschluss noch einen Überblick über die Route die wir an diesem Tag zurückgelegt haben:
Abends auf dem Nachhauseweg hatten wir eine Begegnung die ich euch nicht vorenthalten will. Und zwar sind wir einem netten älteren Herrn begegnet der auf der Straße mit einer ziemlich lauten Peitsche geschlagen hat.
Das Ganze läuft hier unter Individualsport zur Stärkung der Schultermuskulatur. “Besser als Spazierengehen” meinte unser Kandidat, der nach jeweils vier bis fünf Schlägen eine Pause einlegt und erst mal eine Zigarette raucht.
Hier noch ein kleines Video in schlechter Qualität 🙂
In diesem Eintrag gibt es fürs Erste mal ein paar Eindrücke von der verbotenen Stadt, auch wenn das sicher nicht sehr exklusiv ist.
Es war ganz schön voll, so wie eigentlich überall in der Stadt. Tickets wurden an 28 Kassen gleichzeitig verkauft, und meistens waren so viele Besucher um einen herum wie in diesem Bild zu sehen.
Je wichtiger das Gebäude, desto mehr Fabelwesen auf dem Dach. Hier z.B das Dach der “Halle der höchsten Harmonie”.
Hier mal die groben Eckdaten für die anstehende Reise in den nächsten Monaten:
Abflug 7. August 2014 über Moskau nach Beijing. Rückflug nach Deutschland am 23. Oktober auf dem gleichen Weg wieder von Beijing aus mit Zwischenstop in Moskau.
Dazwischen geht die Reise übers Land von Beijing nach Hongkong, von dort aus Anfang September mit dem Flugzeug nach Thailand. Anfang Oktober dann wieder ein Flug zurück nach China, und zwar zur Stadt Chengdu, von dort aus dann auf dem Landweg zurück nach Beijing. Zusätzlich zu den Flügen werden wir voraussichtlich nochmal ca. 10000 km zurücklegen, das meiste davon mit dem Zug.
Die Route sieht ganz grob so aus:
Seit Montag abend bin ich wieder zuhause. Die Heimreise verlief ganz gut. Inzwischen bin ich allerdings krank geworden. Ich werde mich also wahrscheinlich erst nächste Woche irgendwo blicken lassen.
Viele Grüße,
Johannes
PS: Hier noch ein kleines Video:
Die letzte Woche meines Aufenthalts hat begonnen. Nächsten Montag bin ich bereits wieder in Deutschland. Ich sehe dem Ende mit gemischten Gefühlen entgegen.
Auf der einen Seite muss ich hier Abschied von inzwischen doch recht guten Freunden nehmen. Die meisten verlassen aber die Schule auch innerhalb des nächsten Monats und en einen oder anderen davon werde ich auch definitiv wiedersehen.
Auf der anderen Seite freue ich mich, Euch wiederzusehen und den nächsten Abschnitt in meinem Leben zu beginnen.
Ich habe in letzter Zeit schon mal angefangen mich ein wenig nach Jobs umzuschauen und gestern habe ich zur Abwechslung sogar mal ein ansprechendes Angebot gefunden.
Viele Grüße,
Johannes